Category: Privileg und Marginalisierung

Raus aus der Schmuddelecke

Momentan treibt mich der Gedanke um, wie vieles, was irgendwo in den Bereich „Kink“ fällt, als besonders „verrucht“ oder „unanständig“ wahrgenommen wird und durch diese Assoziation dann den Zweck bekommt, ein Sexleben hin und wieder aufzupeppen. Also mal ein Lackröckchen angezogen und dazu mit Plastikhandschellen so tun, als würde man sich ans Bett fesseln, ist irgendwie akzeptable Erotik.

Spielregeln – eine Metapher

Man stelle sich ein Spiel vor:

Es ist ein bisschen wie Fußball, aber nicht ganz. Neben den beiden gewöhnlichen Toren gibt es noch weitere Tore an den Seitenlinien: drei blaue, zwei gelbe und ein grünes. Dieses Spiel ist etwas ungewöhnlich, denn jede Mannschaft hat ihre eigenen Regeln. Mannschaft A bekommt z. B. immer dann einen Punkt, wenn sie ins gegnerische Tor oder in ein blaues Tor trifft. Geht ein Ball ins grüne Tor (egal von wem geschossen), erhält sie einen Minuspunkt.

Darf man ein Entlein bleiben?

Ich habe ja eine megagroße Abneigung gegen diesen Trope, wo eine Frau (in Film/Serie) als Eigenschaft „unmodisch“ oder sogar hässlich-weil-ungestylt zugeschrieben wird. Irgendwann im Verlauf der Handlung bekommt sie dann ein einzelnes Kleid geschenkt, das ihr gut passt, und plötzlich wird sie Expertin in Styling, verbringt ihr Leben auf Highheels und ist immer gut gekleidet. Das “hässliche Entlein” wurde durch ein Wunder zum Schwan. Juhu.